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Historie — Geschichte der FWG Hamm

Die FWG Hamm (Sieg) und der Landesverband der Freien Wähler (FW)

Schon seit den 1970er Jahren gab es auch einen Landesverband der Freien Wähler – dieser Verband verstand sich als Dachverband der Wählergruppen mit ausschließlich administrativen Funktionen – also zur Unterstützung und Förderung gemeinsamer Interessen der Mitgliedsvereine. Franz Rohringer war damals Mitglied im Vorstand.

Zu Beginn der 80er Jahre gab es Bestrebungen, hauptsächlich aus der Pfalz und Rheinhessen, dass die FWG auch für den Landtag kandidieren sollte. Dies war im Grunde genommen ein Tabubruch und widersprach den Grundsätzen der Freien Wählergruppen. Viele Kreisverbände und Ortsvereine traten damals aus – auch der unsere.

Bei den Landtagswahlen 1987 kandidierte dann erstmals die FWG Rheinland-Pfalz. Der Erfolg bei den Wahlen war eher bescheiden (1,46 %). Auch an den Wahlen 2001 (2,5 %) und 2006 (1,6%) nahm diese neue Partei an den Landtagswahlen teil.

Auf Initiative der FWG Rheinland-Pfalz wurden 2010 dann die „Freien Wähler Rheinland-Pfalz“ gegründet. Nach mäßigem Start 2011 und 2016 schaffte diese neue Partei dann 2021 den Sprung in den Landtag. Ihren Erfolg verdanken die Freien Wähler weniger ihrem Parteiprogramm, sondern eher der Schwäche der alten Parteien, denen die Wähler wegliefen. Ein Teil dieser Wähler wollte möglicherweise selbst als Protest keine radikalen Parteien wählen und entschied sich für die FW.

Die FWG Hamm (Sieg) ist und bleibt „eine mitgliedschaftlich organisierte Wählergruppe für den Bereich der Verbandsgemeinde Hamm/Sieg, deren Mitglieder in der Kommunalpolitik mitwirken wollen. Der Zweck ist, allen Bürgern die Mitarbeit im kommunalen Bereich zu ermöglichen, d.h. ohne Bindung an eine politische Partei, Mitglied einer kommunalen Vertretungskörperschaft (Gemeinderat, Verbandsgemeinderat, Kreistag) zu werden.“ (Zitat aus der Satzung der FWG Hamm (Sieg)).

Mittlerweile hat sich die FWG Hamm beachtlichen politischen Einfluss erarbeitet – sowohl in der Ortsgemeinde Hamm als auch im Verbandsgemeinderat und das soll auch so bleiben.